Persönliche Gespräche, engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer und ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Fraulautern standen am Freitag, 11. September, im Mittelpunkt: Dr. Carsten Meier, Geschäftsführer des Bereichs Wirtschaftspolitik und Unternehmensförderung der IHK Saarland, besuchte anlässlich der Aktionstage „heimat shoppen“ ausgewählte Betriebe in Fraulautern und machte sich vor Ort ein Bild vom Engagement der Gewerbetreibenden.
Persönliche Gespräche mit Fraulauterner Betrieben
Zu den Stationen des Rundgangs gehörten unter anderem Blickpunkt Optik, das Dorfgeschäft, die Kreissparkasse Saarlouis in Fraulautern, die Boutique B&C sowie die Apollonia Apotheke. Dabei ging es nicht allein darum, die verschiedenen Aktivitäten rund um „heimat shoppen“ kennenzulernen. Im Mittelpunkt stand vor allem das direkte Gespräch mit den Menschen, die mit ihren Unternehmen tagtäglich zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben in Fraulautern beitragen.
Die Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten die Gelegenheit, mit Dr. Carsten Meier über ihre Erfahrungen und die aktuelle Situation vor Ort zu sprechen. Dabei kamen Herausforderungen für den stationären Handel, Dienstleister und weitere örtliche Unternehmen ebenso zur Sprache wie Wünsche, Ideen und Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des Standortes.

Sorgen und Schwierigkeiten konnten offen angesprochen werden. Gleichzeitig wurde bei den Gesprächen deutlich, dass die Fraulauterner Gewerbetreibenden trotz mancher Herausforderungen mit Zuversicht nach vorne schauen. Eine wichtige Grundlage dafür bildet der starke Zusammenhalt innerhalb der Fraulauterner Ortsinteressengemeinschaft für Handel – Handwerk und Gewerbe e. V. (FOG).
Die FOG vernetzt die Betriebe vor Ort, bündelt Interessen und organisiert gemeinsame Aktionen. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement setzt sie sich kontinuierlich dafür ein, Handel, Handwerk, Dienstleistungen und Gewerbe in Fraulautern zu stärken und den Ortsteil als attraktiven Einkaufs-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.
Zehn Jahre „heimat shoppen“ im Saarland
Der Besuch fand in einem besonderen Jahr für die Initiative statt: 2026 feiert „heimat shoppen“ im Saarland sein zehnjähriges Bestehen. Die diesjährigen Aktionstage fanden am 11. und 12. September statt. Mit der Kampagne möchte die IHK Saarland gemeinsam mit den örtlichen Akteuren darauf aufmerksam machen, welche Bedeutung die Unternehmen vor der eigenen Haustür für lebenswerte und wirtschaftlich starke Städte und Gemeinden haben.
Dabei geht es um weit mehr als den Einkauf selbst. Wer vor Ort einkauft oder Dienstleistungen lokaler Unternehmen nutzt, trägt dazu bei, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region zu erhalten. Gleichzeitig sorgen Geschäfte, Dienstleister, Handwerksbetriebe und Gastronomie für Frequenz und Begegnung in den Orts- und Ortsteilzentren. Viele Unternehmen engagieren sich zudem für Vereine, Veranstaltungen und das gesellschaftliche Leben.
„Heimat shoppen“ möchte deshalb das Bewusstsein dafür stärken, dass jede und jeder Einzelne mit seinen Einkaufsentscheidungen einen Beitrag dazu leisten kann, wie vielfältig und lebendig das unmittelbare Lebensumfeld auch in Zukunft bleibt.
Wie wichtig dabei funktionierende Netzwerke sind, zeigte sich auch beim Rundgang mit Dr. Carsten Meier. In Fraulautern begegnen die Gewerbetreibenden den aktuellen Herausforderungen nicht als Einzelkämpfer. Über die FOG besteht eine Gemeinschaft, in der Unternehmen unterschiedlicher Branchen miteinander in Kontakt stehen, gemeinsame Interessen vertreten und Projekte für ihren Standort entwickeln.
Der Besuch des IHK-Vertreters bot deshalb eine gute Gelegenheit, Erfahrungen aus der täglichen Praxis unmittelbar weiterzugeben. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie viel Eigeninitiative bereits vorhanden ist und welche Bedeutung die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Akteuren im Ortsteil und Institutionen für die weitere Entwicklung Fraulauterns hat.
Starke Netzwerke für Fraulautern
Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Vernetzung Fraulauterns spielt auch das Quartiersmanagement Fraulautern mit Quartiersmanagerin Jessica Fischer. Das Quartiersbüro ist Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger und zugleich Bindeglied zwischen Bewohnerschaft, Vereinen, Initiativen, Gewerbetreibenden und Stadtverwaltung. Ziel ist es, Menschen und Ideen zusammenzubringen und die Entwicklung Fraulauterns gemeinsam voranzubringen.
Eine enge Zusammenarbeit besteht dabei mit dem von der Kreisstadt Saarlouis und der Diakonie Saar getragenen Projekt ErFolQ² – „Erwerbsintegration – Fortbildung – lebendige Quartiere“. Mit Astrid Vogel von ErFolQ² besteht auch hier eine engagierte Ansprechpartnerin für die Vernetzung und Zusammenarbeit vor Ort.
Quartiersmanagerin Jessica Fischer und Astrid Vogel von ErFolQ² arbeiten dabei eng mit den weiteren Akteuren im Ortsteil zusammen. Gerade die Verbindung zwischen Quartiersarbeit, sozialer und beruflicher Unterstützung sowie der örtlichen Wirtschaft eröffnet Möglichkeiten, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, Kontakte herzustellen und gemeinsame Projekte anzustoßen.
ErFolQ² richtet sich an die Ortsteile Fraulautern und Roden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen beim beruflichen (Wieder-)Einstieg. Gleichzeitig bezieht das Projekt auch kleine und mittlere Unternehmen vor Ort ein und unterstützt damit die Entwicklung und Vernetzung der lokalen Wirtschaft.
Gemeinsam mit der Fraulauterner Ortsinteressengemeinschaft für Handel – Handwerk und Gewerbe e. V. entsteht so ein starkes Netzwerk: Die FOG bringt die Gewerbetreibenden zusammen, das Quartiersmanagement mit Jessica Fischer schafft Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Akteuren im Ortsteil und Astrid Vogel und das Team von ErFolQ² ergänzen diese Zusammenarbeit insbesondere um die Themen Beschäftigung, Qualifizierung, soziale Teilhabe und lokale Wirtschaft.


Gerade bei gemeinsamen Aktivitäten rund um „heimat shoppen“ und den Fraulauterner Wochenmarkt zeigt sich, wie wertvoll diese Zusammenarbeit ist. FOG, Quartiersmanagement und ErFolQ² ziehen gemeinsam mit den Gewerbetreibenden und weiteren Partnern an einem Strang, um Fraulautern als lebendigen Einkaufs-, Wirtschafts- und Begegnungsort weiterzuentwickeln.
Heimatshoppen auf dem Fraulauterner Wochenmarkt
In Fraulautern endet „heimat shoppen“ in diesem Jahr nicht mit den klassischen Aktionstagen. Auch der Fraulauterner Wochenmarkt greift die Initiative auf und wird am Mittwoch, 23. September, zu einem besonderen Treffpunkt für Einkaufen, Genießen und Zusammenkommen.
Von 8 bis 11:30 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher neben dem regulären Marktangebot ein gemütliches Marktfrühstück. Damit soll bewusst Gelegenheit geschaffen werden, nicht nur einzukaufen, sondern miteinander ins Gespräch zu kommen und den Wochenmarkt als Treffpunkt im Ortsteil zu erleben.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Markttüten-Aktion: Für 15 Euro erhalten Besucherinnen und Besucher eine Markttüte, die an den teilnehmenden Marktständen mit Waren im Gesamtwert von 20 Euro gefüllt wird. So können Kundinnen und Kunden verschiedene Angebote kennenlernen, die Vielfalt des Wochenmarktes entdecken und gleichzeitig die Händlerinnen und Händler vor Ort unterstützen.
Auch „Die Schatulle“ ist anlässlich des Heimatshoppens als besonderer Gast auf dem Wochenmarkt vertreten und erweitert das Angebot unter anderem um handgemachte Seifen, geflochtene Körbe aus der Provence und frische Blumenkränze.
Gerade der Wochenmarkt macht auf besondere Weise deutlich, was hinter dem Gedanken von „heimat shoppen“ steckt. Er ist weit mehr als eine Einkaufsmöglichkeit: Hier begegnen sich Menschen, Händlerinnen und Händler kennen ihre Kundschaft persönlich und der Einkauf wird mit Austausch und Gemeinschaft verbunden.
Der Fraulauterner Wochenmarkt findet jeden Mittwoch von 7:30 bis 12 Uhr vor dem Vereinshaus Fraulautern statt. Der Heimatshoppen-Aktionstag am 23. September bietet eine zusätzliche Gelegenheit, den Markt bewusst zu besuchen, gemeinsam zu frühstücken, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Vielfalt der angebotenen Waren zu entdecken.
Gemeinsam optimistisch nach vorne
Der Besuch von Dr. Carsten Meier, das Engagement der FOG, die Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement und ErFolQ² sowie die zusätzliche Aktion auf dem Wochenmarkt machen deutlich, dass „heimat shoppen“ in Fraulautern mehr ist als eine einzelne Werbeaktion.
Es geht um die grundsätzliche Frage, wie ein Ortsteil auch in Zukunft lebendig, attraktiv und wirtschaftlich vielfältig bleiben kann. Dafür braucht es engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer – aber ebenso Bürgerinnen und Bürger, die die vorhandenen Angebote nutzen, sowie starke Partner, die Menschen miteinander vernetzen und neue Projekte ermöglichen.
Gerade das Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure ist dabei eine Stärke Fraulauterns: Die FOG und ihre Mitgliedsbetriebe, Quartiersmanagerin Jessica Fischer, Astrid Vogel und das Team von ErFolQ² sowie weitere Partner vor Ort bringen ihre jeweiligen Erfahrungen und Möglichkeiten ein. Aus diesem Miteinander entstehen Kontakte, Ideen und Aktionen, die letztlich dem gesamten Ortsteil zugutekommen.
Der Rundgang am 11. September hat gezeigt, dass die Herausforderungen für Handel und Gewerbe durchaus präsent sind. Gleichzeitig wurde aber auch der Wille deutlich, gemeinsam und optimistisch nach vorne zu schauen. Der Zusammenhalt der Fraulauterner Betriebe, das tatkräftige Engagement der FOG und die Zusammenarbeit mit den weiteren Akteuren im Ortsteil bilden dafür eine wichtige Grundlage.
Mit dem Heimatshoppen auf dem Wochenmarkt wird dieser Gemeinschaftsgedanke am Mittwoch, 23. September, noch einmal für alle Bürgerinnen und Bürger unmittelbar erlebbar.
Wer vor Ort einkauft, stärkt nicht nur einen einzelnen Betrieb – sondern Fraulautern als Ganzes.
Weitere Informationen zu den Aktionen, Veranstaltungen und Betrieben gibt es auf Fraulautern erleben.
